Nebenkostenabrechnung Schritt für Schritt prüfen
Kurzantwort
Eine strukturierte Prüfung in sechs Schritten hilft, die häufigsten Fehler selbst zu erkennen.
Erklärung
Schritt 1 – Abrechnungszeitraum: Umfasst die Abrechnung genau zwölf Monate? Wurde sie rechtzeitig zugestellt? Schritt 2 – Kostenpositionen: Sind alle Posten grundsätzlich umlagefähig? Schritt 3 – Verteilerschlüssel: Stimmt er mit dem Mietvertrag überein? Schritt 4 – Nachrechnen: Eigener Anteil plausibel? Schritt 5 – Vorauszahlungen vollständig angerechnet? Schritt 6 – Heizkosten: verbrauchsabhängiger Anteil 50–70 %?
Rechtsgrundlage
Rechtsgrundlage: § 556 BGB; Heizkostenverordnung (HeizkV).
Typisches Praxisbeispiel
Beim Nachrechnen in Schritt 4 stellt ein Mieter fest, dass die Gesamtfläche im Nenner kleiner angegeben ist als die Summe der bekannten Wohnflächen. Das deutet darauf hin, dass Leerstandsflächen herausgenommen wurden – was unzulässig ist.
Typische Fehler
Vorauszahlungen werden nicht vollständig angerechnet. Die Gesamtfläche im Nenner weicht ohne Erklärung von den Vorjahren ab.
Was Mieter tun können
Diesen Ablauf einmal vollständig durchführen. Wer Unstimmigkeiten findet, beantragt schriftlich Belegeinsicht – mit Fristsetzung und vor Ablauf der Zwölfmonatsfrist.
Häufige Frage
Wie kann ich prüfen, ob meine Wohnfläche korrekt angegeben ist?
Die im Mietvertrag genannte Fläche mit der in der Abrechnung verwendeten Fläche vergleichen. Bei Abweichungen lohnt sich eine schriftliche Nachfrage.
Sie möchten Ihre Nebenkostenabrechnung genauer prüfen?
MietKlar analysiert die einzelnen Kostenpositionen automatisch und markiert Stellen, bei denen sich ein genauer Blick lohnen kann.
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