Redaktion MietKlar · Geprüft am 23. April 2026
Inkasso-Betrug melden – wo und wie?
Kurzantwort
Betrügerische Inkassoschreiben melden Sie bei der Verbraucherzentrale Ihres Bundeslandes und bei der Polizei. Die Verbraucherzentrale sammelt und veröffentlicht Betrugsfälle als Warnung für andere Verbraucher. Eine Strafanzeige bei der Polizei ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie bereits gezahlt haben oder persönliche Daten preisgegeben wurden.
Anlaufstellen für Betrugsopfer
Fake Inkasso ist Betrug nach § 263 StGB. Die Strafverfolgung liegt bei der Polizei und Staatsanwaltschaft, die Verbraucherzentralen übernehmen die präventive Öffentlichkeitsarbeit. Zusätzlich können Sie die zuständige Aufsichtsbehörde des Bundeslandes informieren, wenn im Schreiben eine falsche Registrierungsnummer verwendet oder ein nicht existierendes Unternehmen genannt wird. Bewahren Sie das Schreiben, alle E-Mails und Screenshots als Beweismittel auf. Anzeige erstatten können Sie bei jeder Polizeidienststelle oder über die Online-Wache des jeweiligen Bundeslandes. Einen Praxisleitfaden dazu bietet Fake Inkasso erkennen – Checkliste. Wie Sie dabei vorgehen, lesen Sie unter Inkasso von unbekannter Firma – Betrug?.
Schritt für Schritt
- Sichern Sie alle Beweismittel: Originalschreiben, E-Mails, Screenshots von SMS, Absenderadressen und Bankverbindungen.
- Melden Sie den Fall bei der Verbraucherzentrale Ihres Bundeslandes – viele bieten ein Online-Beschwerdeformular an.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, insbesondere wenn Sie bereits gezahlt oder persönliche Daten weitergegeben haben.
- Informieren Sie Ihre Bank, wenn Sie eine Überweisung getätigt haben – eine Rückbuchung ist unter Umständen noch möglich.
Fazit
Inkasso-Betrug gehört gemeldet – bei der Verbraucherzentrale zur Warnung anderer und bei der Polizei zur Strafverfolgung. Sichern Sie alle Beweise, bevor Sie Anzeige erstatten. Je schneller Sie handeln, desto größer die Chance auf Rückbuchung.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche Beratung. Bei konkreten Streitfällen wenden Sie sich bitte an eine Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt.
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